Laut dem Urteil des Woiwodschaftsverwaltungsgericht in Rzeszów vom 02.02.2017, Akz. I SA/Rz 1016/16, bezieht sich die Formulierung „der Steuerpflichtige ist nicht imstande, festzulegen“ auch auf solche Tatbestände, in denen es aus vom Steuerpflichtigen nicht vertretbaren Gründen, insbesondere aufgrund von höherer Gewalt, keine Möglichkeit gibt, die Herstellungskosten einer Sachanlage laut dem in Art. 22 g des Gesetzes bestimmten Grundsatz zu ermitteln.

Das oben angeführte Urteil wurde im Zusammenhang mit dem folgenden Tatbestand verkündet. Der Steuerpflichtige (Kläger) hat im Rahmen seiner Unternehmensentwicklung ein Gewerbegebäude errichtet. Die grundlegenden Kosten für dieses Bauvorhaben fielen in den Jahren 2007-2010 an. Im Juni 2009 und anschließend im Mai 2010 war die Stadt, in der der Kläger geschäftlich tätig ist, von einem großen Hochwasser, in dessen Folge der Kläger seine gesamte finanzielle und buchhalterische Dokumentation verloren hat, betroffen. Diese Tatsache wurde beim Finanzamt gemeldet.

Der Steuerpflichtige stellte anschließend die Frage, ob er in Anbetracht des oben angeführten Ereignisses Gebäudeabschreibungen vornehmen kann.

Der Steuerpflichtige gab als Argument an, dass der Gebäudewert im Zusammenhang mit dem Verlust seiner finanziellen und buchhalterischen Dokumentation durch die Bestellung eines Sachverständigen, der den Marktwert dieser Immobilien bestimmt, ermittelt werden kann. Seiner Meinung nach wird er anhand eines auf diese Weise erstellten Gutachtens dazu berechtigt sein, die Sachanlage in seinen Rechnungsbüchern zu erfassen, sie abzuschreiben und als Betriebskosten auszuweisen. Der Kläger bezog sich auf den Wortlaut des Art. 22 g Abs. 9 des Einkommensteuergesetzes, im Sinne dessen es – in Ausnahmefällen – zulässig ist, den Wert einer Sachanlage laut einer von einem Sachverständigen aufgrund von Marktpreisen vorgenommenen Schätzung zu ermitteln.

Diese Angelegenheit wurde letztendlich vor dem Woiwodschaftsverwaltungsgericht in Rzeszów entschieden, wobei das Gericht in seiner Beurteilung darauf hindeutete, dass die Formulierung „der Steuerpflichtige ist nicht imstande, festzulegen“ sich auf solche Tatbestände beziehe, in denen der Steuerpflichtige aus von ihm nicht vertretbaren und nicht verschuldeten Gründen – insbesondere aufgrund von höherer Gewalt – keine Möglichkeit hat, die Herstellungskosten einer Sachanlage laut dem in Art. 22 g Abs. 4 des Einkommenssteuergesetzes bestimmten allgemeinen Grundsatz zu ermitteln.