Polnische Unternehmen, die ausländliche Preisvergleichsportale verwenden, können Probleme haben.

Direktor der Nationalen Steuerinformation in einer Interpretation vom 09. Mai 2018 (Nr. 0114-KDIP2-1.4010.58.2018.2. AJ) stellte fest, dass man bei Auszahlung eines Gehaltes zugunsten der ausländischen Unternehmen für Nutzung von Online-Preisvergleichsportalen in Polen 20 % Quellensteuer aufgrund Art. 21 Abs. 1 Punkt 2a des Körperschaftssteuergesetzes abrechnen sollte, wenn ein polnischer Steuerzahler über keine gültige Ansässigkeitsbescheinigung eines ausländischen Unternehmens verfügt.

Interpretation betraf Preisvergleichsportale, die im Auftrag die günstigsten Angebote für Waren und Dienstleistungen samt den Meinungen der Kunden findet. Der Unternehmer erklärte, dass sein Produkt sich in der Datenbank des Preisvergleichsportals befand und gemäß dem Vertrag zahlte er ihm für Effekte, d.h. für jeden Klick eines Kunden, der Interesse zeigte. Laut dem Unternehmer musste er in Polen keine Quellensteuer in Höhe von 20 % abrechnen, weil das keine Werbedienstleistungen oder ähnliche sind , die aufgrund Art. 21 Abs. 1, Punkt 2a des Körperschaftssteuergesetzes steuerpflichtig sind .

Laut dem Direktor der Nationalen Steuerinformation ist die Nutzung von Online-Preisvergleichsportalen ein Element der Online-Marketing und unterscheidet sich nicht von multimedialen Werbungen, Online- Werbeangeboten oder oft gesendeten Werbe- E- Mails. Deswegen muss der Unternehmer 20 % des Gehaltes abrechnen, die im Ausland ausgezahlt wird.

Bemerkenswert ist , dass polnische Unternehmer dazu verpflichtet sind, Quellensteuer von Gehalten zugunsten ausländischer Subjekte für solche Leistungen abrechnen: Beratung, Buchhaltung, Marktforschung, Rechtsdienstleistung, Werbungsdienstleistungen, Verwaltung und Kontrolle, Datenverarbeitung, Personalvermittlung und Personalanwerbung, Garantie und Bürgschaft und ähnliche Leistungen. Die Steuererhebung betreffenden Vorschriften, wendet man jedoch unter Einbeziehung von Verträgen an, die Doppelbesteuerung vermeiden sollten, wenn eine Partei Polen ist. Wenn ein Vertrag, der Doppelbesteuerung vermeiden sollte, einen niedrigen Steuersatz oder Steuerbefreiung vorsieht, wendet man die Beschlüsse dieses Vertrages an, unter der Bedingung, dass ein polnischer Steuerzahler eine gültige Ansässigkeitsbescheinigung hat, die für ein ausländliches Subjekt erstellt wurde. Ansässigkeitsbescheinigung bestätigt Anschrift eines Steuerzahlers für Steuerzwecke.